Das Pharmaunternehmen ESTEVE hat seinen Jahresbericht 2024 veröffentlicht. Dieser steht im Einklang mit der strategischen Ausrichtung und den Initiativen des Unternehmens zur Verwirklichung seines Ziels: das Leben der Menschen zu verbessern.
Im Jahr 2024 erzielte ESTEVE einen Nettoumsatz von 744 Millionen Euro ein Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil internationaler Verkäufe liegt bei 75 % und spiegelt damit die globale Strategie von ESTEVE wider. Von den Gesamteinnahmen entfallen 25 % auf Spanien, 53 % auf andere Länder der Europäischen Union die wachstumsstärksten Regionen und 22 % auf den Rest der Welt.
Das Pharmageschäft war maßgeblich für das starke Jahresergebnis verantwortlich und verzeichnete ein Umsatzwachstum von über 15 %. Das CDMO-Geschäft blieb hinsichtlich der Nettoeinnahmen auf Vorjahresniveau, konnte jedoch dank eines verbesserten Produktmixes zur Ergebnissteigerung beitragen.
Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum war die Übernahme von HRA Pharma Rare Diseases im Juli 2024. Mit diesem Zukauf erweiterte ESTEVE sein Portfolio um drei Therapien für seltene Erkrankungen wie das Cushing Syndrom und das adrenokortikale Karzinom und stärkte damit sein Engagement im Bereich der seltenen Krankheiten sowie seine Präsenz in Europa und den USA.
Auch im Jahr 2025 setzt sich dieser strategische Kurs in Richtung hochspezialisierter Therapien fort mit einer Vereinbarung über den Erwerb einer adjuvanten Behandlung, die als Standardtherapie bei nicht metastasierten, resezierbaren hochmalignen (highgrade") Osteosarkomen gilt. Der Abschluss der Transaktion wird in Kürze erwartet. Parallel dazu hat ESTEVE eine Einlizenzierung für ein Biologikum abgeschlossen, das für Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 18 Jahren mit einem schweren primären Mangel an Insulin-like Growth Factor-1 (primärer IGF-1-Mangel) vorgesehen ist.
”Die Ergebnisse des vergangenen Jahres bedeuten nicht nur eine Konsolidierung des Wachstumskurses, den wir in den letzten vier Jahren aufgebaut haben, sondern spiegeln auch unser Engagement wider, die Lebensqualität der Menschen durch hochspeziali-sierte Therapien zu verbessern. Wir blicken mit Zuversicht auf die vor uns liegenden Chancen und sind überzeugt, dass 2025 ein entscheidendes Jahr auf unserem Weg zu einem führenden internationalen Pharmaunternehmen im Bereich der spezialisierten Medizin sein wird“, erklärt Staffan Schüberg, CEO von ESTEVE.
Innovation bleibt eine tragende Säule der Unternehmensstrategie: ESTEVE investierte 46 Millionen Euro über 6% des weltweiten Nettoumsatzes in die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse. Dieses klare Engagement zeigt sich auch in den Investitionen zur Stärkung der industriellen Kapazitäten weltweit: Dazu zählen der Beginn des Baus einer neuen Produktionsstätte zur Verlagerung des aktuellen Werks in China sowie die Erwei-terung eines Standorts für pharmazeutische Wirkstoffe in Celrà (Spanien).
Soziale Wirkung: 8 Millionen Patientinnen und Patienten erreicht
Im Jahr 2024 profitierten rund 8 Millionen Patientinnen und Patienten von Therapien, die von ESTEVE bereitgestellt werden mit dem klaren Ziel, ihre Lebensqualität zu verbes-sern. Der Fokus lag dabei insbesondere auf Erkrankungen in den Bereichen Endokrinolo-gie, Onkologie und Schmerztherapie.
Auch das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens zeigt sich deutlich: ESTEVE investierte über 1,3 Millionen Euro in Programme für Nachhaltigkeit, Vielfalt und Inklu-sion. Im Einklang mit diesen Werten wuchs die Belegschaft im Jahr 2024 um 6,6 %. Dar-über hinaus wurde die angestrebte Geschlechterparität im Management erreicht inzwi-schen sind 50 % aller Führungspositionen mit Frauen besetzt.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität
Im Jahr 2024 setzte ESTEVE seinen Weg in Richtung Nachhaltigkeit fort im Einklang mit dem Ziel, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. Bereits zum wiederholten Mal bezog das Unternehmen 100 % seines eingekauften Stroms aus erneuerbaren Quel-len an allen Standorten.
Der CO₂-Fußabdruck konnte im Vergleich zu 2023 um 5,6 % und gegenüber 2022 um 10,41 % reduziert werden. Zusätzlich wurde der Wasserverbrauch im Vergleich zum Vor-jahr um 12 % gesenkt.